Schlossmuseum

1589788688681.pngSchloss Peuerbach - im Jahr 2023 Austragungsort der Communale OÖ 

Das erste Schloss Peuerbach wurde um 1370 von den Grafen von Schaunberg erbaut. Dieses einst mächtige Geschlecht bestimmte die Geschichte des Schlosses und Marktes bis 1559. 

Im Jahre 1571 brannte das Schloss mit einer berühmten Bibliothek und der Rüstkammer ab. Sei Besitzer Gundaker von Starhemberg baute es in drei Jahren zu einem stattlichen Renaissanceschloss - von dem heute nur mehr ein Torso erhalten ist - aus.

Anlässlich des 600. Geburtstages des Astronomen Georg von Peuerbach fand von 31. Mai bis 26. Oktober 2023 die communale OÖ im Schloss und umliegenden Locations statt.  Kultur konnte in großer Vielfalt erlebt und genossen werden. Ausgangspunkt für alle Veranstaltungen war das Motto Kosmos. Neue Welten, das aus verschiedenen, oft überraschenden Blickwinkeln beleuchtet wurde. Neben dem Grundthema Kosmos, dass sich unter anderem mit dem Aufbruch ins All, der Mondlandung und der Marsmission beschäftigt, wurden auch neue Welten im weiteren Sinne - Träume, Parallelwelten, Visionen und das Metaverse - erkundet. 

Buchumschlag Georg-von-Peuerbach-Studien

Dr. Friedrich Samhaber verfasste anlässlich des 600. Geburtstages von Georg von Peuerbach einen Jubiläumsband mit dem Titel "Georg-von-Peuerbach-Studien". Dieser Sammelband kann um 25 Euro bei der Stadtgemeinde Peuerbach erworben werden. 


Georg_von_Peuerbach_Jubilaeumsband.pdf herunterladen (7.15 MB)


Eine Ausstellung im Schlossmuseum Peuerbach würdigt die Errungenschaften von Georg von Peuerbach

Als im Jahr 1423 Georg Aunpekh in Peuerbach geboren wird, deutet wenig darauf hin, dass er einer der wichtigsten Protagonisten der naturwissenschaftlichen Revolution werden sollte. Unter dem Gelehrtennamen Purbachius forschte der Astronom an der Wiener Universität. Er entwickelte innovative Messinstrumente, modernisierte astronomische Berechnungsmethoden und erneuerte die Planetentheorie des Ptolemäus. Als weltweit erster Universitätsprofessor für Astronomie war der geniale Mathematiker und Visionär in doppelter Hinsicht ein prägender Erneuerer der Zukunft: Er gilt heute als Wegbereiter des Humanismus und lieferte mit seiner Planetentheorie die Grundlage für die kopernikanische Wende.  

Zur Zeit wird das Schlossmuseum umgestaltet und ist ab dem Frühjahr 2024 wieder zu besichtigen.  Die Ausstellung im Schlossmuseum Peuerbach zeigt dann die Kapitel: Georg von Peuerbach – Genie mit Weitblick; Sehnsucht Mond im 19. Jahrhundert; Superheld:innen im Weltall; Wettlauf zum Mond; Die Zukunft war gestern; Kunst und Kosmos; Astrofotografie.

Historische Objekte werden dabei auf innovative Weise mit künstlerischen Positionen und Einblicken in die moderne Raumfahrt kombiniert.  


Klappsonnenuhr für unterwegs

Georg von Peuerbach entwickelte und produzierte Reisesonnenuhren und stattete sie mit bis dahin unbekannter Präzision aus.

Klappte man die Uhr auf, spannte sich ein Schattenfaden. An der Klappe konnte man die Höhe der Befestigung des Fadens verschieben, je nach (nördlichem) Breitengrad, wo man sich gerade befand.

Man musste die waagrecht gehaltene Uhr mit eingebautem Kompass  so drehen, bis die Magnetnadel die Übereinstimmung mit dem Deklinationspunkt auf der Kompassskala aufwies. Jetzt waren der Schattenfaden und die (gedachte) Erdachse parallel und der Schatten zeigte auf der Skala die Uhrzeit an.

Klappsonnenuhren wurden noch lange nach der Erfindung der ersten Taschenuhr erzeugt und verwendet.

Eine Bastelanleitung fingen sie hier:

Eine Sonnenuhr selber basteln