Als im Jahr 1423 Georg Aunpekh in Peuerbach geboren wird (verst. 1461), deutet wenig darauf hin, dass aus ihm einer der wichtigsten Protagonisten der naturwissenschaftlichen Revolution das Licht der Welt erblickt hat. Unter dem Gelehrtennamen Purbachius forschte der Astronom an der Wiener Universität. Er entwickelte innovative Messinstrumente, modernisierte astronomische Berechnungsmethoden und erneuerte die Planetentheorie des Ptolemäus. Er war der Hofastronom von Kaiser Friedrich III, der großen Wert auf dessen Zukunftsvorhersagen legte. Als weltweit erster Universitätsprofessor für Astronomie war der geniale Mathematiker und Visionär in doppelter Hinsicht ein prägender Erneuerer der Zukunft: Er gilt heute als Wegbereiter des Humanismus und lieferte mit seiner Planetentheorie die Grundlage für die kopernikanische Wende. Unter dem Namen Purbachius kennt ihn heute trotzdem niemand mehr, und auch unter Georg von Peuerbach ist er nur wenigen Menschen ein Begriff – erstaunlich, wenn man bedenkt, dass er mit seinen Forschungsergebnissen nicht weniger geschafft hat, als eine Zeitenwende einzuleiten.
Die Ausstellung in seiner Geburtsstadt würdigt Georg von Peuerbach und seine Lebensleistungen umfassend. Sie geht den Fragen nach, wie er gelebt und geforscht hat und zeigt, wie groß sein Einfluss auf nachfolgende Generationen war.
Wir alle kennen die Sonnenuhr am Stephansdom in Wien. Doch wer weiß, dass Georg von Peuerbach sie 1451 entwickelt hat? Und nicht nur das: er hat auch ihren Prototypen, die erste Klappsonnenuhr erfunden und damit die Form von Sonnenuhren bis ins 18. Jahrhundert bestimmt.
Ebenfalls unbekannt ist, dass Peuerbach keinem geringeren als Christoph Kolumbus sprichwörtlich das Leben gerettet hat. Kolumbus nahm nämlich das von Peuerbach geschaffene und von Regiomontan auf weitere Jahre erweiterte Tabellenwerk über die Position von Sonne, Mond und Planeten sowie Finsternisse, genannt „Ephemeriden“, auf allen vier Entdeckungsreisen mit. Mit diesem und in Verbindung mit einem Seeastrolab konnte er sich auf dem offenen Meer stets orientieren und so jedenfalls wieder sicher in den Heimathafen zurückfinden. Als er auf der vierten Reise auf der Insel Jamaika, die er schon auf der zweiten 1494 entdeckt hatte, durch Schiffbruch strandete und die indigene Bevölkerung seinen Lebensunterhalt verweigerte, sagte er 1504 eine Mondesfinsternis voraus. Die Jamaikaner lenkten erschrocken ein, als diese genau zum vorhergesagten Zeitpunkt eintraf, und Kolumbus war gerettet.
Im ausgehenden Mittelalter wurde nicht streng zwischen Aberglauben, Volksglauben und wissenschaftlichen Erkenntnissen getrennt. Kaiser trafen auf Basis von Horoskopen ihre Entscheidungen und Päpste förderten die Erneuerung der Planetentheorie. Doch eine rote Linie war tabu: das Weltbild der katholischen Kirche, ihre Einwelttheorie und ihr Anspruch auf die absolute Wahrheit. Ob Georg von Peuerbach bei seinem Blick in den Himmel auch an außerirdisches Leben oder parallele Welten gedacht hat, ist nicht überliefert aber ein spannendes Gedankenspiel, dem die Ausstellung nachgeht. Sie spannt einen Bogen von den wissenschaftlichen Erkenntnissen Peuerbachs und deren Auswirkung auf die Entwicklung unserer Menschheit bis zu Pionierleistungen seiner Nachfolger und Eroberer des Weltalls.
Da Georg von Peuerbach vor dem Aufkommen des Porträts gelebt hat, ist nicht bekannt, wie er ausgesehen hat und auch die meisten biografischen Details liegen im Dunkeln. Diese Lücke füllt ein Roadmovie, der Georg von Peuerbach auf eine Zeitreise zu den wichtigsten Stationen seines Lebens führt.
Die vom Astronomischen Arbeitskreis im Eingangsbereich des Schlossmuseums aufgebaute Astronomieausstellung soll die Tätigkeit der Amateurastronomie in Oberösterreich zeigen und soll eine „lebendige“ sich stetig an aktuelle Themen anpassende Ausstellung sein.
Eine zweite Ausstellung des Vereines befindet sich im Stiftsgymnasium Kremsmünster und diese beiden Ausstellungen werden von den Exponaten her regelmäßig getauscht. Neben Teleskopen, werden auch Modelle und Ausrüstung ausgestellt und eigenes Bildmaterial gezeigt. Weiters wird es laufend Astronomieabende mit Vorträgen und insbesondere auch Sternabende mit transportablen Teleskopen geben.
Peuerbach hat seinen „eigenen Mondkrater“ und das ist schon etwas sehr Außergewöhnliches.
Geplant sind auch gelegentliche größere Astronomieworkshops mit Einbindung des Schlossmuseums.



Supergalaktisches Familienwochenende am 18. & 19. Jänner 2025, 10-16 Uhr

Samstag:
10:30 Uhr: Führungsrundgang durch die Ausstellung und den Kometor
13:30 Uhr Sonderführung - “Spezielle Relativitätstheorie für Anfänger*innen & Interessierte”
Albert Einstein veröffentlichte vor 120 Jahren eine bahnbrechende Arbeit. Raum und Zeit sind nicht fix. Bewegung ändert alles. Absolut ist nur das kosmische Geschwindigkeitslimit. Was passiert mit oder in der Raumzeit, wenn sich Dinge relativ zueinander sehr schnell bewegen? Und warum können zwei scheinbar gegensätzliche Aussagen bezüglich des Zeitverlaufs jeweils korrekt sein? Versuchen wir gemeinsam, ein bisschen relativistisch zu denken! Der Workshop wird eingeleitet mit einer Impulsführung durch die Ausstellung mit Schwerpunkt Wissenschafts- Entwicklung seit Georg von Peuerbach im 15. Jahrhundert. (Geeignet ab 10 Jahren)
Sonntag:
10:30 /13:30/15:00 Uhr Führungsrundgang durch die Ausstellung und den Kometor
Supergalaktisches Familienwochenende am 15. & 16. Februar 2025, 10-16 Uhr

Samstag:
10:30 Uhr Führungsrundgang durch die Ausstellung und den Kometor
13:30 Uhr Sonderführung - “Aktuelle unbemannte Raumfahrtmissionen und das bald pensionierte Hubble Weltraum-Teleskop”
Sonntag:
10:30 /13:30/15:00 Uhr Führungsrundgang durch die Ausstellung und den Kometor
Supergalaktisches Familienwochenende am 15. & 16. März 2025, 10-16 Uhr

Samstag:
10:30 Uhr Führungsrundgang durch die Ausstellung und den Kometor
13:30 Uhr Sonderführung - “Keine Angst vor komisch klingenden Wörtern!”
Sonntag:
10:30/ 13:30/ 15:00 Uhr Führungsrundgang durch die Ausstellung und den Kometor Nähere Informationen und Preise
Supergalaktisches Familienwochenende am 12. & 13. April 2025, 10-16 Uhr

Samstag:
10:30 Uhr Führungsrundgang durch die Ausstellung und den Kometor
13:30 Uhr Sonderführung - "Unser Mond - ein Spezial zum umtriebigen Erdtrabanten”
Sonntag:
10:30/ 13:00/ 14:30 Uhr Führungsrundgang durch die Ausstellung und den Kometor
Supergalaktisches Familienwochenende am 17. & 18. Mai 2025, 10-16 Uhr

Samstag:
10-12 & 14-16 Uhr Astronomie-Workshop, transportables Planetarium, Teleskope zum Testen bis zur Sonnenbeobachtung bei klaren Himmel mit dem Team der Sternwarte Gahberg/Astronomischer Arbeitskreis
Salzkammergut
10:30 / 13:00 / 14:30 Uhr Führungen - Entdeckung des Weltraums, unfassbare Phänomene und die Geschichte des Astronomen Georg von Peuerbach
Sonntag:
10:30 Uhr Rätselrallye durchs Schlossmuseum und den Kometor für Kinder und Erwachsene
Ab 13 Uhr Entdeckung der Ausstellung mit anschließender Bastelaktion (z. B. einen Mini-Planeten)
Supergalaktisches Familienwochenende am 20. & 21. September 2025, 10-16 Uhr

Samstag:
10:30 Uhr Führungsrundgang durch die Ausstellung und den Kometor
13:30 Uhr Sonderführung - “Die Faszination unsere Mondes”
Sonntag:
10:30/ 13:00/ 14:30 Uhr Führungsrundgang durch die Ausstellung und den Kometor
Supergalaktisches Familienwochenende am 18. & 19. Oktober 2025, 10-16 Uhr

Samstag:
10:30 Uhr Führungsrundgang durch die Ausstellung und den Kometor
13:30 Uhr Sonderführung - “Reise zum Mars?”
Sonntag:
10:30/ 13:00/ 14:30 Uhr Führungsrundgang durch die Ausstellung und den Kometor
Supergalaktisches Familienwochenende am 15. & 16. November 2025, 10-16 Uhr

Samstag:
10:30 Uhr Führungsrundgang durch die Ausstellung und den Kometor
13:30 Uhr Sonderführung - "Was alles in unserer Erde steckt"
Sonntag:
10:30/ 13:00/ 14:30 Uhr Führungsrundgang durch die Ausstellung und den Kometor
Supergalaktisches Familienwochenende am 13. & 14. Dezember 2025, 10-16 Uhr statt
Oö. Landeskrippe ist geöffnet

Samstag:
10:15 Uhr: Impulsführung “Ideen sammeln fürs Malen und Basteln bei der Oö. Landeskrippe, den Sternen und Planeten”
ab 10:45 Uhr: Gemeinsames Malen und Basteln mit Krippen-Vorlagen, Ausmal-Sternen usw.
11:00 u. 13:30 Uhr: weitere Impulsführungen mit anschließendem Basteln und Malen
14:30 Uhr: Führungsrundgang durch die Ausstellung, den Kometor u. die Oö. Landeskrippe
Sonntag:
10:30/ 13:00/ 14:30 Uhr Führungsrundgang durch die Ausstellung und den Kometor und die Oö. Landeskrippe
OÖ. LANDESKRIPPE
Diese in ihrer Art einmalige Heimatkrippe zeigt in der Darstellung der vier Landesviertel einige der Grundtypen bäuerlicher Hofformen: den Vierkanter, Vierseithof, Mühlviertler Hakenhof und das Mondseer Rauchhaus. Dazwischen veranschaulichen über 200 Figuren die jeweilige Tracht der einzelnen Landesteile sowie brauchtümliche Feste aus dem Arbeitsalltag: zum Beispiel eine Innviertler Bauernhochzeit, eine Fronleichnamsprozession, einen Georgiritt oder den Ebenseer Glöcklerlauf. In der Mitte der Krippe ist die Geburtsgrotte mit den Gabenbringern zu sehen.
Im Eingangsbereich des Schlossmuseums sind an diesem Wochenende auch einige Krippen zu bestaunen, die von Privatpersonen zur Verfügung gestellt werden.
Supergalaktisches Familienwochenende am 17. & 18. Jänner 2026, 10-16 Uhr
Samstag:
10:30 Uhr Führungsrundgang durch die Ausstellung und den Kometor
13:30 Uhr Sonderführung - “10 Meilensteine der Astronomie”
Sonntag: 10:30/ 13:00/ 14:30 Uhr Führungsrundgang durch die Ausstellung und den Kometor
Supergalaktisches Familienwochenende am 21. & 22. Februar 2026, 10-16 Uhr

Samstag:
10:30 Uhr Führungsrundgang durch die Ausstellung und den Kometor
13:30 Uhr Sonderführung - “Die faszinierende Geschichte der unbemannten Raumfahrt"
Sonntag: 10:30/ 13:00/ 14:30 Uhr Führungsrundgang durch die Ausstellung und den Kometor
Supergalaktisches Familienwochenende am 21. & 22. März 2026, 10-16 Uhr

10:30 Uhr Führungsrudgang durch die Ausstellung und den Kometor
13:30 Uhr: Spezial-Führung anlässlich des Gedenkjahres 400 Jahre Bauernkrieg 1626 unter dem Titel
„Astronomie zur Zeit der Bauernkriege im Europa des 16. und 17. Jahrhunderts“
Wissenschaftlicher Fortschritt und gesellschaftliche Entwicklungen sind miteinander verwoben. Was tat sich im Bereich der astronomischen Forschung der frühen Neuzeit, nachdem Buchdruck und Reformation weite Teile Europas veränderten; als soziale, kulturelle, politische und militärische Bewegungen bedeutender Teile der Bevölkerung auf der Tagesordnung standen? Welche Persönlichkeiten prägten diese Zeit? Welche Erkenntnisse erweiterten unseren Wissensschatz? Geeignet für alle, idealerweise ab etwa 8 Jahren.
Sonntag: 10:30/ 13:00/ 14:30 Uhr Führungsrundgang durch die Ausstellung und den Kometor